SSV : Lauda 1 : 1

Wie immer an den Heimspieltagen des SSV trafen wir uns vor dem Spielbeginn im Schnorchel. Natürlich konnte man nach den desolaten Leistungen der letzten Spiele des SSV mit einem Zuschauerschwund rechnen. Und so war es auch: stolze 1500 zahlende Zuschauer pilgerten ins Kreuzeiche (katastrophal!). Trotzdem meinten viele AP-Mitglieder am Stammtisch dass der SSV heute einen Sieg einfahren werde. Nachdem wir uns im Stadion auf unseren Plätzen niedergelassen hatten, gab es noch vor dem Anpfiff eine Kundgebung, wegen den Zwischenfällen einiger pöbelnden sogenannten ?SSV-Fans? in Nöttingen. Wurden doch bei diesem Spiel Zigarettenkippen auf den Linienrichter, und Bierbecher auf die Trainerbank der Nöttinger geworfen. Der Verein machte deutlich, dass derartige Aktionen in Zukunft nicht mehr hingenommen werden. So einen Aufruf gab es an der Kreuzeiche noch nie – und wir hoffen, dass es in Zukunft auch nicht mehr nötig sein wird! Hoffentlich haben die Beteiligten einen Denkanstoss bekommen!
Zum Spiel:
Wie immer in der Anfangsphase unseres SSV gab es einige sehenswerte Ballstafetten mit guten Torchancen. Vor allem Iseli, der wie ein ruhender Pol in der SSV-Abwehr stand, hatte seine jungen Mitspieler mit seiner Sicherheit und Abgeklärtheit positiv in den Bann gezogen. Nach einer Ecke von Sprecakovic nahm Weigl den Ball Volley aus etwa 22 Metern an und das Leder zischte ins linke untere Eck des Laudaer Gehäuses. Die Spielzeit betrug gerade mal 12 Minuten und es stand 1:0. Fulminant, konnten wir doch in dieser Saison noch nie in den Genuss kommen vorne zu liegen. So konnte es weitergehen – und vorerst ging es auch so weiter. Unsere Mannschaft spielte wirklich einen sehr guten, temporeichen, technisch sehr versierten Fussball, was dem Gegner mächtig Probleme bereitete. Ein paar Minuten später köpfte Iseli den Ball in die Maschen des Gegners, doch der Schiri pfiff ab. Sbordone soll bei dieser Flanke von Weigl ein Foul an einem Laudaer Abwehrspieler begangen haben. Schade, wäre doch die heutige Spielkultur des SSV belohnt worden. In der 37. Minute wurde Empere im Strafraum des Gegners gefoult, doch ein Pfiff vom Unparteiischen blieb aus, was eine krasse Fehlentscheidung war. Was ganz wichtig war für dass Spiel des SSV, Iseli wurde in der 30. Minute mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgewechselt. Für ihn kam der junge Erkenbrecher.
Nach der Pause kam Lauda, wie eigentlich jeder Gegner an der Kreuzeiche, wiedererstarkt aus der Kabine und nun war es wieder unser SSV der vor einem Problem stand. Von den tollen Kombinationen unserer Kreuzeichekicker war nichts mehr zu sehen. Die Laudaer kämpften wie die Löwen, während unsere Jungs wie Schafe auf dem Lämmermarkt herum trotteten. Ich möchte an dieser Stelle nur noch erwähnen, dass in der 57. Minute, nach Vorarbeit von Haas, Somodi für den FV Lauda zum 1:1 Ausgleich traf. Alles andere zum restlichen Spiel wäre zuviel gesagt. Aber eins muss ich noch loswerden: es kann wirklich nicht angehen, dass ein Spieler, der nicht einmal Bezirksliganiveau besitz, in einer Oberligamannschaft auf dem Platz steht. Dieser Spieler sollte sich wirklich überlegen, ob es für ihn noch Sinn macht, vor Zuschauern Fussball zu spielen. Mit dieser Einschätzung lag ich nicht falsch, denn es hagelte Pfiffe von den Zuschauerrängen. Es ist hart was ich schreibe, aber was die Wahrheit ist, soll Wahrheit ohne Amnesie bleiben. Aber gegen die Hertha aus Berlin werde ich trotzdem – wie immer – am Start sein.

Forza SSV - Kalle